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Was ist Umrah? – SIG-MG Reisen
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Was ist Umrah?

SIG-MG Reisen / Umrah / Was ist Umrah?

Das Wort Umra (auch: Umrah, Omra, Omrah) selbst bedeutet Besuch. Umra heißt: mit Ihram Tawaf (siebenfaches umrunden der Kab“a) und Sa´y (siebenmal die Strecke zwischen den Bergen Marwa und Saf“a schreiten) verrichten und danach sich die Haare schneiden lassen. Umra kann man an jedem Tag im Jahr, außer an den Tagen zu Hadsch, verrichten. Es gibt zwei Pflichten bei Umra: Ihram und Tawaf. Ihram ist eine Bedingung des Umras. Der Tawaf, die Sa“y und Haareschneiden sind ein Muss. In den Lehrender Hanefis und Malikis ist die einmalige Umra Sunna, für Schafiis und Hanbelis ist es Fard (Pflicht).

Die “Umra ist der kleine Hadsch (Pilgerfahrt). “Umra kommt sprachlich von “Itmār (Besuch). Dabei tritt man in den Ihrām am Miqāt ein, verrichtet Tawāf für “Umra, verrichtet Sa“i und verlässt den Ihrām, indem er die Haare rasiert oder kürzt.

Abu Huraira, Allāhs Wohlgefallen auf ihm, berichtete, dass der Gesandte Allāhs, Allāhs Segen und Friede auf ihm, sagte: ( Die Zeit von der “Umra bis zur nächsten “Umra ist eine Sühne für die Zeit, die zwischen den beiden liegt. Und für den angenommenen Hadsch gibt ess keinen anderen Lohn als das Paradies ).

Vorbereitungen und anlegen des Ihrams

Noch bevor man die Pilgerfahrt antritt, besucht man alle Familienmitglieder und Freunde, um zu erklären, dass man die Pilgerfahrt durchführt. Man nimmt Ihre Bittgebete entgegen. Wenn es notwendig ist, reinigt man seinen Körper, schneidet seine Fingernägel, pflegt seinen Bart und nimmt Ghusl (Ganzkörperwaschung). Männer parfümieren sich mit wohlriechenden Düften. Genau wie bei der Hadj muss man sich bei Umrah, vor Eintritt in das MIQAT (die Grenze, die unser Prophet (s.a.v.) festgelegt hat), seinen Ihram angelegt haben. Den Ihram anzulegen ist eine Verpflichtung für Umrah. Für die, die mit dem Flugzeug nach Jeddah fliegen und danach direkt nach Mekka fahren, wird entweder ein Zwischenstop in der Türkei eingelegt oder Sie müssen den Ihram im Flugzeug anlegen, empfohlen ist ihn vor der Abreise anzulegen. Für die, die zuerst nach Medina fliegen und dann von Medina aus nach Mekka fahren, legen den Ihram nach der Landung entweder in Medina oder 10 Km vor dem MIQAT (Zulhulayf) an. Um den Ihram anzulegen sollte man, wenn möglich, Ghusl machen sonst Wudu. Alle Kleidungen vom Körper werden abgelegt, Schuhe und Strümpfe ausgezogen. Es werden nur zwei weiße Tücher, genannt Izar (Lendentuch) und Rida (Schultertuch) angelegt. Man darf Schuhe bzw. Sandalen anziehen, die an den Versen und an den Zehen offen sind. Im Ihram darf man wie Uhren, Brillen, Kopfhörer und Gürtel tragen. Frauen legen kein Ihram an. Ihre gewohnten Kleidungen ist der Ihram. Falls nicht die Karahat Zeit (Zeit in der das Gebet nicht gebetet werden sollte) ist, werden zwei Rak“a Ihramgebet verrichtet. Wenn bekannt, dann sollte man bei der ersten Rak“a die Sura „Kafirun“  lesen, zum zweiten Rak“a die Sure „Ihlas“. Danach äußert man die Absicht zur Umrah: „Mein Schöpfer! Ich möchte Umrah durchführen, vereinfache sie mir und nimm sie von mir an.“ und liest die Talbiya-Gebet (die Erklärung dem Ruf Allahs zum Hause zufolgen). Die Absicht zu äußern und Talbiya zu rufen sind Fard. Mit der Talbiya zusammen kann man das takbir (Es gibt nur einen Gott), tahlil (La illahe illallah) und salawat aufsagen. Für die, die im Flugzeug den Ihram anlegen, müssen das Ihramgebet im sitzen beten. Die Talbiya soll mit lauter aber kontrollierter Stimme während des Einsteigens, des Aussteigens mit den Freunden und in der Gemeinschaft sehr häufig aufgesagt werden. Auch Aischa (f“) hat mit lauter Stimme die Talbiya aufgerufen. Es ist Fard beim anlegen des Ihrams die Talbiya einmal aufzurufen, das wiederholen ist Sunna.

Anlegen des Ihrams für Frauen

Frauen ziehen ihre gewohnten Kleidungen und Schuhe als Ihram an. Frauen mit der Regelblutung nehmen den Ihramzustand  ohne das Ihramgebetzu verrichten, nur mit der Absicht für die Umrah an. Auch den Frauen mit Regelblutung wird empfohlen sich rituell zu reinigen.

Ihramzustand und damit zusammenhängende Verbote

Der Ihramzustand bedeutet: sein Ego aufzugeben, sich mit allen Lebewesen zu versöhnen und sich Allah anzunähern. Bei Umrah oder Hadj versucht derjenige im Ihram, sich an die Verbote sorgfältig zu halten. Diese Verbote sind zu beachten: zu anderen Menschen unhöflich sein, Lügen und übel Nachreden, sich streiten oder prügeln, beleidigen, sich schlagen, sich parfümieren, sich über Liebe bzw. Hochzeit usw. unterhalten, Geschlechtsverkehr bzw. miteinander kuscheln und küssen, Haare herausziehen bzw. schneiden, Bart und Fingernägel schneiden, Jagen, Pflanzen bei Al-Haram verletzen bzw. abreißen und für Männer Kleidung mit Naht, Mützen und jegliche Kleidung, bei der man zum anziehen durch eine Schlaufe muss, vorn geschlossene Schuhe.

Wie wird Umrah durchgeführt?
  1. an der Miqat-Grenze begibt man sich in den Ihramzustand und spricht die Absicht zum Umrah aus
  2. während man Talbiye, Takbir, und Tahlil aufsagt, geht man zu Masjid Al Haram. Man äußert die Absicht zum Tawaf und verrichtet seinen Umrahtawaf. Beim Tawaf hat der Mann bei den ersten drei Schawts die rechte Schulter zu entblößen und in kleinen Schritten leicht zu rennen,  danach muss die Schulter wieder zugedeckt werden.
  3. nach dem Tawaf–Gebet verrichtet man seine Sa“y zwischen Saf“a und Marwa.
  4. man lässt sich die Haare kürzen und geht aus dem Ihram raus. So beendet man den Umrah. Bei Umrah gibt es keine Pflichten wie auf Arafat, Mina und Muzdalifa zu rasten, und es gibt kein Abschiedstawaf.
Der Tawaf (Kab“a Umkreisen)

Um Tawaf durchzuführen muss man erst seine Absicht dazu äußern. Zum Beispiel: „Oh Allah mein Herr, ich möchte mein Umrah–Tawaf durchführen, bitte erleichtere es mir und nimm es von mir an.“ Die Männer müssen bei den ersten drei Schawt (eine Umrundung um die Kaba) des Pflichttawafs die rechte Schulter frei lassen und erst danach diese bedecken. Das Tawaf–Gebet wird mit bedeckter Schulter gebetet. Der Tawaf wird mit der symbolischen Berührung (bzw. das tatsächliche berühren oder küssen) des Hacar-ul-Aswad (der schwarze Stein) begonnen. Da bei Hadj und auch bei Umrah der Andrang sehr hoch ist, beginnt man den Tawaf in dem man seine Hände bis zu den Ohren erhebt um Hadar-ul-Aswad zu grüßen und die inneren Handflächen küsst. Während des Grüßens sagt man „Bismillahi Allahuakbar“ und das vor jedem der sieben Schawt (eine Umrundung um die Kaba). Frauen grüßen genauso wie beim Beginn des Gebetes. Die Ecke vor Hacar-ul-Aswad nennt man die jemenitische Ecke ar-ruknu “l-yamānī. Wenn möglich, dann grüßt man an der Ecke in dem man diese berührt. So wie sie beim Tawaf Gebete wie aus dem Buch lesen können, so können Sie auch aus Ihrem Herzen die Gebete sprechen. Es ist genauso möglich direkt aus dem Koran zu lesen und Dhikr zu machen. Nur zwischen der Jemenitischen Ecke und Hacar-ul-Aswad liest man das Rabbana Atina – Gebet, so wie unser Prophet (s.a.v.) es durchgeführt hat. Alle Pflichttawafs, einschließlich dem Hadjtawaf, werden wie der Umrahtawaf durchgeführt, genau wie das Tawaf–Gebet. Nach dem Tawaf wird das Tawaf–Gebet (zwei Rak“a) hinter Maqam Ibrahim an einer freien Stelle gebetet (an einer Stelle, wo man diejenigen, die noch Tawaf durchführen, nicht stört). Danach kann man Bittgebete sprechen. Dieses Gebet ist Pflicht zweiten Grades. Nach dem Gebet trinkt man in der Regel ein wenig Zam Zam. Danach begibt man mit einem Gruß an Hacar-ul-Aswad auf den Berg Safa um sein Sa“y durchzuführen.

Die Sa“y bei Umrah (Umschreitung zwischen Saf“a und Marwa)

Sa“y wird zwischen den Bergen Saf“a und Marwa durchgeführt und ist insg. etwa 400m lang. Von Saf“a zum Marwa läuft man vier mal und von Marwa zum Saf“a dreimal. Man beginnt mit dem laufen auf dem Berg Saf“a. Für Sa“y muss man erst die Absicht äußern bevor man anfängt. Beim durchführen der Sa“y kommt man an eine Stelle, die mit grünem Licht ausgeleuchtet ist. Dort soll man mit kurzen Schritten rennen. Das nennt man Harwala ist zur Sunna. Die Harwala ist ein Gedenken an die Heilige Haghar, die für ihren Sonh Ismail Wasser suchte. Wenn die Frauen wünschen dürfen sie auch an dieser Stelle laufen (schnell). Während des Sa“y-Gebete aufzusagen und Dhirk machen ist Sunna und steigert den gewonnenen Segen. Man darf während der Sa“y sowohl Qur“an lesen als auch verschiedene Dhikr aussprechen. Der einzige Unterschied der Umrah-Sa“y zum Hadj-Say ist die Äußerung der Absicht.

Haare schneiden bzw. Kürzen

Nach dem Sa“y wird auf dem Berg Marwa ein Gebet gesprochen. Danach gehen die Männer sich die Haare schneiden oder kürzen und die Frauen lassen sich die Spitzen kürzen (eine Fingerbreite) und beenden damit Ihre Umrah. Man kann sich die Haare auch allein schneiden. Mit dem Haareschneiden ist auch der Ihramzustand und damit die Verbote aufgehoben.

Kinder

Auch Kinder, egal ob Mädchen oder Junge, können Umrah durchführen. Die Eltern, die Ihre Kinder zu Umrah schicken, bekommen sehr viel Segen (sawap). Für die kleinen Kinder äußern die Eltern die Absicht den Ihram anzulegen und sagen die Talbiya auf. Auch für den Tawaf und für die Sa“y wird die Absicht von den Eltern geäußert. Alle Verbote, die im Ihram gegeben sind, müssen befolgt werden und die Pflichten müssen durchgeführt werden. Pflichten die die Kinder bei Hadj nicht erfüllen können, werden von den Eltern übernommen.

Umra auf einen Blick; die Reihenfolge
  • Ihrām am Miqāt mit der Niya für Umra
  • Talbiya
  • Niya für Umra Tawāf
  • Tawāf (7 mal rundum kaba)
  • Gebet mit zwei Rak“āt am Maqām Ibrāhīm
  • Multasam – Zamzam
  • Niya für Umra Sa“i
  • Sa“i für Umra (Safa nach Marwah)
  • Haare rasieren oder kürzen

Nützliche Information: Hat man schon die Umrah verrichtet, ist noch in Mekka und will eine zusätzliche Umrah durchführen, dann tritt man in den Ihrām ein und zwar in der Moschee Tan’īm (Moschee von “Aischa , Allāhs Wohlgefallen auf ihr) und dann kehrt man nach Makka zurück, um Tawāf und Sa’i zu verrichten.